Konferenz SaalDie re:publica 2016 in Berlin ist vorbei, nun wird es Zeit für eine Nachlese. Das ist aber leider gar nicht so leicht, weil es immer so viel zu sehen, zu hören und zu diskutieren gibt, dass man gar nicht in der Lage ist, alles in einen Bericht zu packen.

Zum zehnten Mal fand sie nun bereits statt, die Internet-Konferenz re:publica. Sie stand in diesem Jahr anlässlich des Jubiläums unter dem Motto TEN. Das hat natürlich auch seinen Grund, denn rückwärts gelesen kommt dabei NET heraus.

Vielfältige Themen auf der re:publica 2016

Themen gab es in diesem Jahr sehr viele, und sie waren auch sehr unterschiedlich. Es ging um Netzpolitik und selbstverständlich auch ums Online-Marketing. Themen waren aber auch Virtual Reality, Hate Speech, Sicherheit, Bildung und auch Podcasts. Insgesamt gab es in nur drei Tagen mehr als 500 Sessions, allein daran kann man erkennen, dass eine Zusammenfassung gar nicht so einfach ist. Insgesamt 770 Sprecher gaben ihr Bestes auf 17 unterschiedlichen Bühnen, um das sehr gemischte Publikum in ihre Ansichten einzuweihen.

Diskussionsrunde mit Edward Snowden

Eines der Highlights war für die meisten wohl die Diskussionsrunde mit Edward Snowden. Selbstverständlich war er nicht persönlich vor Ort, sondern wurde einfach per Videochat dazugeschaltet. Die Teilnehmer hatten hier die Möglichkeit, ihm selbst Fragen zu stellen.

Hass im Internet – ein großes Thema

Das Internet bietet viele positive Möglichkeiten, aber ist auch eine Plattform für viel Negatives, hier das Beispiel Hasskommentare. Zu diesem Thema sprachen Carolin Emcke und auch Ingrid Brodnig. Sie lieferten eine theoretische Einordnung und auch eine Erklärung, warum sich Hass im Internet eigentlich so stark verbreitet. Eine der Feststellungen war, dass man Hasskommentaren zwar mit Sachargumenten entgegen gehen kann, aber dass man dabei nicht auf eine Veränderung hoffen sollte.

Das Ende des freien Internets

Facebook und Google sind bekanntlich die größten Datenkraken im momentanen Internet. Professor Eblen Moglen und auch Mishi Choudhary machten in ihren Vorträgen deutlich, dass wir uns alle zur Zeit mit einem Internet zufrieden geben würden, das wir in dieser Form nicht wollten. Beide warnten davor, dass die Zeit des freien Internets bald vorbei sein könnte.

Snapchat – der Hype zieht an

Überall, wo es um Snapchat ging, waren alle Angebote ausgebucht. Es gab unterschiedliche Angebote zu diesem Thema, sei es die Erklärung des Dienstes für ältere Leute, oder auch die Präsentation von Beispielen für die Nutzung des Dienstes.

Sascha Lobo – auch wie jedes Jahr ein beliebter Sprecher

Sascha Lobo ist wohl der absolute Vorzeige-Blogger in Deutschland. Und auch auf der re:publica 2016 war er als Sprecher wieder ein absoluter Publikumsmagnet. Er zeichnete ein Bild der momentanen Situation, die in der digitalen Gesellschaft herrscht.

Social Media Recht – ein absoluter Klassiker

Recht ist im Bereich Social Media immer eine aktuelle Sache, zudem sich auch ständig etwas ändert, das für Nutzer wichtig sein könnte. Jedes Jahr gibt es deshalb dieses Thema auf der re:publica, und immer wieder sind die Sessions sehr begehrt.

Nächste re:publica im Mai 2017

Die nächste re:publica findet auf jeden Fall wieder statt, aber erst im Mai 2017. Schaut man sich aber einmal die immer stetig steigende Beliebtheit dieser Veranstaltung an tut man sicher gut daran, gleich im November beim Start des Ticketverkaufs ganz vorne zu stehen, um sich sein Ticket zu sichern. Welche Themen im nächsten Jahr aktuell sein werden, ist sicherlich schwer vorauszusagen, aber interessant wird es auf jeden Fall.