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Kaum ein Unternehmen kommt um die derzeit erfolgreichste Social Media Plattform Facebook herum. Kundenbindung und Mitarbeitermotivation können damit gestärkt werden. Jedoch: Nicht überall ist Facebook beliebt. Themen wie Privatsphäre und Datensicherheit sind besonders im Unternehmenskontext genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Übersicht

Nah am Kunden im Netz

Unternehmen und Marken können auf Social Media Plattformen den direkten Draht zum Kunden halten, ihr Image aktiv pflegen und ehrliches Feedback erhalten. Das kann aber schnell nach hinten losgehen, wenn die User das Gefühl haben, dass nur Werbebotschaften transportiert werden. Unternehmen müssen echte Informationen liefern, auch abseits ihrer Marke. Nur wenn der User einen echten Nutzen erkennt, wird er auch der Seite treu bleiben. Dennoch muss man sich gegen einen rieseigen Informationsstrom aus privaten und werblichen Botschaften durchsetzen.

Das Netz ist ein Ort an dem auch gern anonym sehr negativ über eine Marke gesprochen wird. Damit muss man als Unternehmen umgehen können. Löschen und totschweigen von Beiträgen ist dabei sehr kontraproduktiv. Die schnelle, kompetente und freundliche Reaktion auf Beiträge muss vor dem Hintergrund einer Strategie erfolgen. Dabei reicht es nicht, den Praktikanten ab und zu einen Beitrag verfassen zu lassen.

Die Grundlagen für Unternehmen bei Facebook:

  • Haben Sie eine Strategie – wann wird was worüber gepostet?
  • Seien Sie echt – Kunden sind Menschen, keine Empfänger von Werbebotschaften
  • Bieten Sie Mehrwert – echte Information statt platte Botschaften
  • Akzeptieren Sie Feedback und reagieren Sie darauf

Wir sind das Unternehmen – Mitarbeiter und Facebook

Gerade bei großen Unternehmen lohnt sich ein Facebook Kanal, der sich speziell an die Mitarbeiter richtet. So kann zum Beispiel über Facebook bei der Lufthansa ein gemeinsamer Unternehmensgeist bei den in aller Welt verteilten Kollegen gepflegt werden. Bei dieser Unternehmensgröße ist die Identifikation mit der Marke bei Mitarbeitern genauso wichtig wie bei Kunden. Auch sie sind Multiplikatoren und transportieren das Image des Unternehmens.

Allerdings wird dies nicht bei allen auf offene Ohren stoßen. Viele Menschen wollen Facebook privat halten und ziehen es vor, den Chef nicht auf die eigenen Urlaubsbilder schauen zu lassen. Hier sollte man als Unternehmen das Angebot in den Vordergrund stellen, allerdings nicht den Eindruck einer Verpflichtung vermitteln. Werden interne Planungen, wie Firmenfeiern oder Meetings, über Social Media geplant, schließt das die aus, die sich entweder generell gegen Facebook entscheiden oder dies nicht in den Arbeitskontext einbinden wollen. Hier sollte auch kein subtiler Druck entstehen. Damit würde die gut gemeinte Maßnahme zur Förderung des Spirits ins Gegenteil umschlagen.

Nicht für jedes Unternehmen wird es sich lohnen, einen Facebook Auftritt zu pflegen. Allerdings sollte jede Firma mit Endkundenansprache einen Kanal strategisch bespielen und zum echten Dialog mit dem Kunden nutzen. Größere Konzerne können das Internet ideal als digitales schwarzes Brett nutzen und so die Identifikation nach innen stärken.

 

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